Die Geschichte Trauens und seiner Ortsteile geht auf spätmittelalterliche Ansiedlungen zurück. Im Jahre 1252 wird Trauen (Truwen / Trawen) erstmalig urkundlich erwähnt; der Ortsname ist in alten Amtsregistern (z.B. Kloster Ebstorf) häufig im Zusammenhang mit dem Trauener Frachtweg, bzw. der alten Heerstraße Hannover – Lüneburg zu finden. Neben Kreutzen, Dethlingen und Sültingen gehörte Trauen zu den südlichen Dörfern des Kirchspiels Munster. Um die kommunale Verwaltung zu verbessern und kostengünstiger zu gestalten, kam es 1866 zum Zusammenschluss der 4 Gemeinden.

Zitat: „An einem Sonntag im Juli des Jahres 1866 wurde gleichzeitig vor den Kirchen in Soltau, Bispingen, Wietzendorf und Munster verkündet: Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, dass die seit dem ersten des Monats zu einer Gemeinde vereinten Einzelgemeinden Kreutzen, Dethlingen, Sültingen und Trauen in ihrer Vereinigung den Namen „Trauen“ führen.  Soltau den 25.Juli 1866.“

Die historischen Hofstellen sind im Süden der Ortslage sowie in Dethlingen und Kreutzen noch heute erhalten. Im Übrigen handelt es sich bei dem Ort Trauen im Wesentlichen um eine ländliche Wohnsiedlung, die seit den 1930er Jahren im Umfeld der militärischen Einrichtungen entstanden ist und die nicht dem traditionellen Bild eines niedersächsischen Bauerndorfes entspricht.

Seit der Gebietsreform 1971 bildet Trauen mit den Ortsteilen Dethlingen und Kreutzen eine der Ortschaften im Stadtgebiet Munsters. Hier leben rund 520 Einwohner in knapp 200 Haushalten. Die Ortschaft liegt ca. 7,5 km südöstlich der Kernstadt; im Westen grenzt die Gemarkung an den Truppenübungsplatz Munster-Süd, im Osten schließen sich der überwiegend militärisch genutzte Flugplatz Faßberg und das Lager Trauen an.

Im Lager Trauen waren 1948 -zur Zeit der Luftbrücke- ca. 5000 Männer beherbergt, die auf dem Fliegerhorst Faßberg Kohle für das eingeschlossene Berlin verluden. Heute stehen im Lager Unterkünfte für  ca. 3000 Soldaten  (übende Truppen) bereit.

Bereits 1936 wurden von dem bekannten Raketenforscher Prof. Dr. Eugen Sänger auf dem Versuchsgelände Trauen Staustrahltriebwerke erprobt. Noch heute wird hier für die Luft- und Raumfahrtindustrie geforscht.

Aber nicht nur die Forschung und das Militär haben Trauen über die Grenzen hinweg bekannt gemacht, auch die Kartoffelzucht der Gebr. Böhm, sowie die Saatzucht Friedrich Böhm in Kreutzen (1946 bis in die 70er Jahre) exportierten Kartoffeln in alle Welt.

Das KTBL (Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft) erprobt in Dethlingen seit Jahrzehnten landwirtschaftliches Gerät und neue Kartoffel-Anbaumethoden; bis in die 70er Jahre auch in Verbindung mit dem ESSO-Versuchshof.

Verschiedene Vereine und Organisationen haben im Ort einen hohen sozialen Stellenwert – hohe Mitgliederzahlen bringen zum Ausdruck, dass sie nicht mehr wegzudenken sind. Neben der Freiwilligen Feuerwehr, dem DRK-Ortsverein und dem Sportverein SV Trauen-Oerrel wurde im Jahr 2009 der „Förderverein Dorfgemeinschaft Altgemeinde Trauen" gegründet, der es sich zur satzungsmäßigen Aufgabe gemacht hat, die ausgesprochen gute Dorfgemeinschaft weiter zu stärken. Viele Einwohner engagieren sich hier und formen so ihren Wohnort durch verschiedene Projekte aktiv mit.

Die Dethlinger Heide gehört mit dem Silbersee zu den schönsten Flecken in der Region und lädt insbesondere zur Heideblüte im August zu ausgiebigen Wanderungen ein. Idyllisch eingebettet in das Heideflusstal liegt in Kreutzen mitten im Naturschutzgebiet der Campingplatz „Zum Oertzewinkel“ direkt am Ufer der Kleinen Oertze.

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